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Einsatz von Explosivwaffen in dicht besiedelten Gebieten (EWIPA)

Sana'a, Yemen: buildings lie in rubble after the fighting.

Sana'a, Yemen: buildings lie in rubble after the fighting., © ICRC

10.08.2018 - Artikel

Der Einsatz von Waffen mit gewaltiger Sprengkraft in Städten ist in den letzten Jahrzehnten ein Merkmal bewaffneter Konflikte geworden.

Leider kommt es beim Einsatz dieser Waffen in dicht besiedelten Gebieten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu großen zivilen Opfern, auch wenn eigentlich legitime militärische Ziele anvisiert sind. 

Die Konsequenzen für Zivilisten sind verehrend, vor allem dann, wenn vitale Infrastrukturen dabei beschädigt oder zerstört werden. Dies wirft wichtige Fragen auf, zum Beispiel, wie Staaten und ihre Streitkräfte ihre Richtlinien, Doktrinen und militärischen Taktiken, und Waffen, an die Herausforderungen urbaner Kriegsführung anpassen.

Bei der letzten Überprüfungskonferenz der NV Waffenkonvention (Convention on Certain Conventional Weapons - CCW) im November 2016 hat sich Deutschland für einen Einbezug, das heißt, eine strukturierte Diskussion dieses Themas eingesetzt. Um weiteren Raum und Möglichkeit zur Diskussion zu bieten, organisiert Deutschland, gemeinsam mit dem ICRC und GICHD, einen offenen Dialog zwischen Militärs, staatlichen Experten, Diplomaten und Experten von Internationalen- und Nichtregierungsorganisationen zu den Mitteln und Methoden der Kriegsführung in derzeitigen Konflikten, mit Fokus auf dicht besiedelte Gebiete. Dieses Gesprächsformat, die EWIPA Talks 2018, begann mit einem öffentlichen „kick-off“ Treffen am 28. März.

Am 14. Juni fand das erste offizielle Event statt, bei dem es darum ging, wie Streitkräfte Richtlinien und Doktrinen, Taktik und Waffen den Herausforderungen und den verletzbaren Zivilisten der urbanen Kriegsführung anpassen.  Der zweite Workshop am 12. September widmet sich konkreten Möglichkeiten die humanitären Folgen zu minimieren, besipielsweise durch Informationsbeschaffung und Assessment möglicher Kollateralschäden, Richtlinien für die Zielerfassung und für Training, sowie Vorsorgemaßnahmen für Zivilisten.   

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